Dienstag, 22. Oktober 2013

Ambitionen

Oh ja, von denen habe ich doch einige - vor allem im Sinne von zukünftigen Nähvorhaben. Eine neue, große Ambition habe ich aber tatsächlich, ganz aktuell - die Pfaff Ambition 1.5 (was für ein Wortspiel, haha, wie lahm...). Bis vor drei Wochen hätte ich es mir ja nie vorstellen können, mal soooo viel Geld für eine Nähmaschine auszugeben - aber so schnell kann es gehen! Ich wollte einfach eine, die etwas mehr drauf hatte als mein ganz einfaches Singer-Einstiegsmodell - und dann aber gleichzeitig nicht das Gefühl haben, mir eine für 250, 300 Euro zu kaufen, nur um dann nach einem weiteren Jahr festzustellen, dass ich gerne eine noch bessere Maschine hätte. Wichtig war mir zudem, dass ich in akzeptabler Fahrweite einen Fachhandel habe, an den ich mich bei Problemen wenden kann - und eine "renommmierte" Marke wollte ich eben schon gerne haben. Daher wurde es also kurzentschlossen - und nach ein paar Tagen Online-Recherche - die Ambition 1.5, die nun meine Nähecke noch viel schöner aussehen lässt. Und so ein tolles Gefühl (was man sich mit Geld doch nicht alles kaufen kann), als wäre man wieder Kind und würde sich ganz doll über ein Weihnachtsgeschenk freuen! Nicht, dass schon Weihnachten wäre, aber es hat eben auch seine Vorteile, erwachsen zu sein und sich Wünsche mal so eben zwischendurch erfüllen zu können (gut nur, dass mein Mann sich mit dem Kauf einverstanden erklärte, obwohl er - natürlich - erst einmal über den Preis schlucken musste... nicht, dass ich von ihm generell sein Einverständnis für Einkäufe bräuchte, aber bei solchen größeren Ausgaben besprechen wir uns dann schon!).

Nun muss ich mir nur noch eine Liste mit Dingen erstellen, die hauptsächlich den Gebrauch der "normalen" Nähmaschine und nicht der Ovi erfordern. Nicht, dass ich nicht schon eine lange To Do-Liste hätte - ich weiß allerdings gar nicht, wo ich anfangen soll?! Eine konkrete Liste müsste also her, mit Titeln wie "Utensilo für Tante A/Wohnzimmerschrank". Wobei ich eigentlich auch mal Oberteile für mich nähen wollte, hmm. Und Weihnachtsgeschenke. Und letzteres Vorhaben wird immer dringender - eigentlich wollte ich ja bereits jetzt einige Geschenke fertig haben (ob genäht oder nicht), damit ich sie nächste Woche meiner Mutter mitgeben kann - und was habe ich auf der Hand? Nichts...

Egal, nun noch kurz zu den in letzter Zeit entstandenen Werken, d.h., lediglich zwei von ihnen.

Ersteres ist ein Langarmshirt nach dem Schnitt von Schnabelinas Regenbogenbody - mit einem nicht ganz korrekt aussehenden Armausschnitt (keine Ahnung, wie der Fachbegriff lautet, aber eben dort, wo der Ärmel auf den Halsausschnitt trifft), was aber wohl an meinem ungenauen Abpausversuch des Schnittmusters auf die doch nicht so leicht durchscheinende IKEA-Malrolle liegt (ich war auf der Suche nach einer günstigen Möglichkeit des Abpausens von Schnitten, damit ich nicht - wie bisher meist so gehandhabt - für jede Größe einen neuen Schnitt zusammenkleben muss - und diese Malerfolie im Baumarkt,die viele Näher dafür benutzen, muss ich erst einmal finden). Aber egal, Größe 80 war sowieso etwas eng für meinen kleinen Mops, also habe ich das Schnittmuster bei Tageslicht (das war schon mal Fehler Nummer 1) und mit einem Bleistift anstatt einem dicken Edding noch ein zweites Mal in Größe 86 abgepaust. Mal sehen!



Dann sprang am letzten Freitag noch ein Mini-Outfit für den kleinen Herrn heraus, damit er auch wieder bequeme Ausgehhosen hat und nicht auf seine einzigen zwei passenden Kaufhosen angewiesen ist. Anfangs war ich doch etwas verärgert über meine Bündchenwahl, da die Hose im ausgezogenen Zustand etwas nach einer Clownshose aussah, aber angezogen macht sie sich eigentlich gar nicht schlecht. Dazu gab's noch ein passendes Sabbertuch und schon kann man es ein Outfit nennen. :-) (Daran muss ich nämlich noch arbeiten, dass ich mehr kombinierbare Sachen anfertige.)



Des Weiteren entstand noch eine erste Halssocke nach Maßen des kleinen Mannes - sie passt allerdings auch dem Großen, bei dem steht sie merkwürdigerweise nur viel mehr ab, während sie beim Kleinen eng anliegt -> ??? Ich vermute, es liegt daran, dass ein sieben Monate altes Baby noch so gut wie keinen Hals hat; allerdings habe ich nun fast gar keine Lust, eine Halssocke nach Maßen des Großen zu zaubern, nicht, dass sie ihm dann viiiiel zu groß ist - andererseits, was soll's, dann passt sie eben in einer zukünftigen Wintersaison (wobei ich befürchte, dass der Herr dann selbst aussuchen möchte, was er anzieht, anstatt sich willig von seiner Frau Mama einkleiden zu lassen...). Hmm.

Fotografiert wurde die Halssocke jedoch ebensowenig wie mein nach dem Pi-mal-Daumen-Prinzip hergestellter neuer Bügelbrettbezug (einfach Bezug abgezogen, grob auf den Stoff abgemalt und dann den neuen Stoff rundum - ohne jegliches Versäumen - auf den alten Bezug genäht - dabei hatte ich allerdings nicht bedacht, dass der Gummizug seine Elastizität verliert, wenn ich eine nicht dehnbare Naht drüber nähe - nicht optimal also, aber es sieht trotzdem noch annehmbar aus) und weitere Sabbertücher. 

Etwas enttäuscht bin ich übrigens von den elastischen Stichen meiner Nähmaschine, fällt mir hierbei ein. Ich hatte - vielleicht etwas naiv - erwartet, dass es einen elastischen Stich gibt, mit dem man schnell mal etwas abnähen kann - und damit meine ich jetzt nicht den ganz normalen Zick-Zack-Stich, den hatte ich ja schon bei der alten Nähmaschine, sondern einen geraden Stich. Alle elastischen Stiche, die mir meine neue Pfaff anbietet, dauern jedenfalls ewig und haben einen immensen Fadenverbrauch. Hmm, da muss ich mich wohl einmal etwas informieren. Nicht jetzt, aber irgendwann, das kommt auch mit auf meine To Do-Liste. :-)

Montag, 14. Oktober 2013

Couchfläzendes

Wie machen denn die ganzen Blogger das, die mehrere Male pro Woche neue Einträge hinbekommen? Von der Nähproduktion mal ganz abgesehen, da bin ich jetzt auch nicht superfleißig, schaffe vielleicht zwei Mal pro Woche etwas, momentan, denn schließlich will ich auch ab und an Zeit mit meinem Göttergatten verbringen - und habe außerdem ein Baby, das sich immer mehr von seinen Anfängen als guter Schläfer entfernt und ständig schreiend aufwacht, weil ihn wieder mal etwas plagt. UND ich habe zudem einen Hang zum Faulsein - viel lieber fläze ich da im Bett oder auf der Couch (wäre ich Single, wäre Ersteres ohne Zweifel meine erste Wahl - ich bin ein absoluter Verfechter des Im-Bett-Lesens und -Internetsurfens) und hole mir in den Weiten des WWWs (??) Inspirationen für die Abende, in denen ich etwas mehr Energie aufbringen kann.

Aus diesem Grund stand meiner Wärmflasche, die jetzt im Herbst wieder vermehrt zum Einsatz kommt, auf jeden Fall ein neues Kleidchen zu. Und da ich momentan ja aufgrund meiner Bequemheit und meiner gleichzeitigen Gier nach Resultaten ein absoluter Fan von sehr schnellen Nähprojekten bin, habe ich also mal zwischendurch nach dem Muster meines alten Wärmflaschenbezugs aus dem äußerst kuscheligen Sternchen-Wellness-Fleece einen neuen Bezug genäht. Für den Fleece in der Farbkombi hatte ich sowieso keine bestimmte Verwendung, außer darauf zu hoffen, dass es mal ein Mädchen zu beschenken geben könnte, das dann eine kleine Babydecke daraus bekommen könnte - und danach sieht es gerade sowieso nicht aus, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis schlüpfen seit Jahren so gut wie ausschließlich Jungs. Mir jedenfalls sagt die Farbkombination Pink-Grau (zumindest bei diesem Stoff) total zu und nun freue ich mich jedes Mal, wenn ich die Wärmflasche in den Händen halte. Und weil es ruckzuck ging, war der Abend noch nicht einmal vorüber und ich hatte auch noch Zeit für meinen Mann. :-)


Des Weiteren muss die Hosenproduktion für unseren Kleinen weiter gehen, da er neulich tagsüber öfter mal auslaufende Windeln hatte (aus unerfindlichen Gründen kam Flüssigkeit aus der Windel, obwohl die Windel noch nicht mal voll war - und die nächste Windel lief dann wieder nicht aus, obwohl sie viel voller war - das soll mal einer verstehen?!) und ihm aufgrund seiner Größe die Standardgrößen ja nicht passen (mit sechs Monaten wiegt er doch tatsächlich schon über 11 Kilo!!!). Hier also ein paar abgeänderte Wohlfühlhosen - wobei die mit den Znok-Sternen etwas umständlich zum Anziehen ist, weil ich die Beinbündchen zu eng bemessen habe (und gleichzeitig das Bündchenmaterial nicht so viel nachgibt wie das, was ich sonst benutze) - mal schauen, ob ich mich noch dazu aufraffen kann, neue Bündchen anzunähen, denn so drücke ich mich meistens vor dieser Hose.



In der Zwischenzeit entstand auch noch ein Shirt nach Schnabelinas Regenbogenbodyschnitt - das Foto dazu befindet sich jedoch noch auf der Kamera, dazu also zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Bis dahin!


Mittwoch, 2. Oktober 2013

Schon am Anfang etwas hinterher...

... mit den Posts, ups, das geht so schnell. Mit den beiden kleinen Kerlen hier zuhause komme ich manchmal einfach zu nichts (schön, dass man mit ihnen immer gleich eine gute Ausrede parat hat ;-)) und in diesem Fall habe ich es zwar geschafft, Neues zu nähen, aber die Fotos hatte ich ewig nicht auf den Laptop gezogen. 

Letzte Woche wurde für den Kleiderschrank vom großen Kleinen ein neues Raglanshirt angefertigt (aus dem Wolkenmittelteil sollte eigentlich ursprünglich ein Verschenk-Raglanshirt werden, nur hatte ich damals die dazu passenden Arme fälschlicherweise an den Giraffenrohling genäht - und da ich die Geduld zum Auftrennen sicherlich nicht habe, wenn irgendwie vermeidbar, habe ich lieber noch einmal die Ärmel fürs Geschenkshirt neu zugeschnitten und den Wolkenrohling aufgehoben). Dazu entstanden dann (wenn auch nicht unbedingt dazu passend, sondern lediglich auf den Entstehungszeitpunkt bezogen) noch zwei Sabbertücher, die momentan wunderbar Verwendung finden. 





Wie schon in einem meiner ersten Posts festgestellt, passt meinem Kleinen das Raglanshirt in Gr. 86 wie angegossen (inklusive "leichtem" Spannen über der Wampe...). Was ich an dem Raglanshirt neben der schnellen Produktionszeit mag, sind die langen Armbündchen - lang gefallen sie mir am besten, aber umgeklappt eignen sie sich perfekt zur Regulierung der Größe (wie momentan, wo der kleine Mann noch recht kurze Arme hat, aber die Länge und v.a. Breite von Größe 86 schon benötigt). Die Sabbertücher sind nach eigener Vorlage entstanden.


Und am Wochenende habe ich die Jungs dann "mal kurz" in der Obhut vom Göttergatten und den zum Besuch hier weilenden Großvater gelassen, um diese Hose hier anzufertigen:




Der junge Mann sollte dank seiner Eigenschaft als kleiner Bruder eigentlich kein Problem mit einem leeren Kleiderschrank haben - leider (oder zum Glück? man will ja auch mal etwas Neues haben!) ist dem doch so, denn sein Bauchumfang scheint denjenigen seines Bruders in diesem Alter noch einmal zu übertreffen (und selbst beim Großen konnten wir damals viele Hosen überhaupt nicht nutzen, weil der Bund zu eng war - größere Größen konnte man jedoch nicht verwenden, weil die Hosenbeine dann wieder viel zu lang gewesen wären). Zum Glück nähe ich inzwischen, also kann dem abgeholfen werden (und gibt dem Nähen ausnahmsweise auch eine ökonomische Berechtigung, das freut natürlich...). Die Hose nach dem hier immer verwendeten Schnitt Tino habe ich daher stark abgewandelt: oben ist alles Größe 80 (86 wäre jedoch besser gewesen, denn die Hose spannt schon sehr im Sitzen), unten, hmm, keine Ahnung?! Erst hatte ich nicht bedacht, dass die Bündchen dann auch in anderen Maßen benötigt werden würden (wobei ich beim Schnitt Tino die angegebenen Bündchengrößen für meinen persönlichen Geschmack sowieso etwas zu groß finde), und dann hatte ich das Schnittmuster einfach gekürzt, ohne zu beachten, dass die Beinbreite ebenfalls angepasst werden sollte. Also habe ich den "inneren Beinbogen" vor der Bündchenanbringung noch einmal stark verändert, sodass die Beine unten enger ausliefen. Die Hose passt auf jeden Fall perfekt - wobei ich wie oben angedeutet doch etwas Bedenken habe, dass die Hose oben herum bei einer zu schnellen Bewegung des kleinen Mopses aufplatzen könnte...